Mundschutz in der Physiotherapie

Was bedeutet die Maskenpflicht für Physiotherapie-Behandlungen in Niedersachsen?

Oldenburg, 1.8.2020

Seit April 2020 gilt in Niedersachsen und den meisten anderen Bundesländern aufgrund der Corona-Pandemie eine bis heute gültige Verordnung mit verbindlichen Vorgaben zur Maskenpflicht. Die Maskenpflicht in Niedersachsen gilt für Kunden und Besucher des Einzelhandels und für Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel inkl. der Warte- und Verkehrszonen des öffentlichen Nahverkehrs. Aber gilt die Maskenpflicht auch für Kunden und Patienten von Physiotherapiepraxen? Wir klären die wichtigsten Fragen zur Pflicht eines Mund-Nase-Schutzes in Physiotherapiepraxen.

Aussagen zur Maskenpflicht in Physiotherapiepraxen finden sich in den aktuellen niedersächsischen Verordnungen nicht. Die Maskenpflicht gilt für Besucher des Einzelhandels, beim Friseurbesuch und für Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs. Für Physiotehrapiepraxen werden keine Aussagen getroffen. Daher gilt aktuell in Niedersachsen keine gesetzliche Maskenpflicht in der Physiotherapie, weder für die Mitarbeiter, noch für die Patienten. In den meisten anderen Bundesländern ist es ähnlich: es fehlen verpflichtende Vorgaben seitens des Gesetzgebers für Angestellte und Patienten zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Physiotherapiepraxen. 

 

Dennoch wird das Tragen eines einfachen Mund-Nase-Schutzes für Patienten und Therapeuten dringend empfohlen. Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ergibt sich aus der "dringenden Empfehlung" der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut, einen Mundschutz zu tragen, wenn im Rahmen der Ausübung einer Dienstleistung der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Dies trifft u.a. für die meisten medizinischen Dienstleistungen zu, mithin natürlich auch für die Physiotherapie. Daher wird in so gut wie allen Gesundheitseinrichtungen Mund-Nase-Schutz getragen, von Behandlern, Emfangskräften und Patienten. 

Das Robert-Koch-Institut, wie auch der Verband der deutschen Physiotherapeuten, empfehlen schon seit Beginn der Corona-Krise das Tragen eines einfachen Mundschutzes bei der Physiotherapie. 
Physiotherapiepraxen berufen sich in der Regel auf diese Empfehlungen und können eine Maskenpflicht per Hausrecht verordnen. 

 

Unsere Phystioherapeuten und unsere Empfangskräfte tragen deshalb bereits seit Beginn der Corona-Epidemie einen Mundschutz. Das gleiche wird den Patienten dringend empfohlen.

 

Dabei reicht für die Physiotherapie - auch während der Behandlung - grundsätzlich das Tragen sogenannter "Community-Masken" oder auch eines "Allgemeinen" Mund-Nase-Schutzes. Das sind einfache Einmalmasken aus dem Handel oder wiederverwendbare Stoffmasken, die auch selbst hergestellt sein können. Sollten Patienten keinen eigenen Mundschutz mitbringen, stellen wir in unseren Studios diesen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.

Sollte es sich bei der Physiotherapie um eine Therapieform mit erhöhter Aerosol-Exposition handeln (z.B. Atemtherapie), so wird das Tragen von FFP2-Masken empfohlen.

Sollten Patienten das Tragen eines Mundschutzes während der Physiotherapie ablehnen, so ist während der Therapie der Mindestabstand von 1,50 zwischen Therapeut und Patient einzuhalten (was eine fachgerechte Therapie in den meisten Fällen deutlich erschwert oder nicht möglich macht). Physiotherapiepraxen können auch von Ihrem Hausrecht Gebrauch machen und eine Behandlung ohne Mund-Nase-Schutz verweigern.

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